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Sonntag und Anbetung
(c) BaPoL(D)
Inhaltsverzeichnis
» Der Sonntag in der Bibel
» Die Kirche ändert den Sabbattag
» Das schleichende Sonntagsgesetz
» Das Sonntagsgesetz der Endzeit
» Die 10 Gebote im Neuen Testament
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Der Sonntag in der Bibel
Der als Sonntag bezeichnete Tag wurde bis ins 19.Jh. weltweit eindeutig als der erste Tag
der Woche identifiziert ( siehe Thema "Der Sabbat, das Zeichen Gottes" ). Der erste Schritt zur Veränderung der Wochentagszählweise
gelang erst im Jahre 1975 auf europäischem Boden. Dem zur Folge war auch in der Zeit der Bibelschreiber der erste Tag der Woche, der
bei uns als Sonntag bezeichnete Tag.
Angebliche Beweise für eine Sonntagsheiligung
1. Der Auferstehungstag soll angeblich gefeiert werden
Jesus lag den Sabbat über im Grab - er beachtet also sogar im Tod die
Sabbatruhe - und seine Auferstehung fand erst am Sonntagmorgen statt.
( Lukas 23, 50 bis 24, 1 / Matthäus 28, 1 - 10 / Markus 16, 1 - 6 )
Nach seiner Auferstehung zeigte sich Jesus vielen seiner Jünger, aber
es gab nicht einen Hinweis, aus seinem Munde, über eine Gedenkfeier.
( Lukas 24 / Johannes 20, 19 - 29 / Apostelgeschichte 1, 1 - 11 )
Die vier Evangelisten schrieben ihre Berichte zwischen den Jahren 60 bis
100 nach unserer Zeitrechnung, aber kein Wort über Sonntagsheiligung.
Es gibt aus dem Munde Jesu nur zwei klar definierte Anweisungen für
einzuhaltende Feierlichkeiten: Der 7.Tags-Sabbat und das Abendmahl !
Jesus sagt: "Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote !" Ob er hier
wohl auch das 4.Gebot, das Sabbatgebot, meinte ? ( Johannes 14, 15 )
Jesus hält mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl und sagt zu ihnen:
"Tut es zu meinem Gedächtnis !" ( Lukas 22, 19 ) Auch Paulus bestätigt
diese Feier mit ebenso deutlichen Worten. ( 1.Korinther 11, 23 - 26 )
Wir werden sogar davor gewarnt, menschlichen Festen und Traditionen nach
zu folgen. ( Markus 7, 6 - 9 / 1.Korinther 3, 1 - 3 / Kolosser 2, 8 )
Die Bibel sagt: "Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist !"
( 1.Johannes 2, 15 - 17 / Lukas 16, 13 / Jakobus 4, 4 )
2. Die Jünger versammelten sich angeblich zur Auferstehungsfeier
Die Jünger versammelten sich am Sonntagabend aus Angst vor den Juden
( Johannes 20, 19 ) und nicht zur Ehre des Auferstandenen. Man bedenke
außerdem, dass mit dem Abend bereits der nächste Tag, der Montag,
begann ( siehe Thema "Sabbat" ). Es wäre also eine Montagsheiligung.
Die Jünger glaubten zu dem überhaupt nicht an eine Auferstehung und
mußten erst davon, durch den Herrn selbst, überzeugt werden.
( Lukas 24, 11 +37 +41 / Johannes 20, 25 )
3. Die Behauptung: Die Jünger haben den Sonntag geheiligt
Der Sonntag, der erste Tag der Woche, war für die Jünger ein ganz normaler
Wochentag. Die Frauen kauften Zutaten für die Einbalsamierung des Toten
( Markus 16, 1 - 2 ). Zwei von den Jüngern gingen einen 11km langen Weg
( Lukas 24, 13 ), was an einem Ruhetag streng verboten gewesen wäre
( 2.Mose 16, 29 / Apostelgeschichte 1, 12 - ca. 1km war erlaubt ).
Am See Tiberias waren sie beim Fischen, als Jesus ihnen erschien und er
forderte sie auf, nochmals zu fischen ( Johannes 21, 4 - 6 ). Ob es jedoch
ein Sonntag war steht nicht geschrieben. 40 Tage nach seiner Auferstehung
erschien er zum letzten Mal. Rein rechnerisch kann es kein Sonntag gewesen
sein, denn es fehlen dazu noch 2 Tage ( Apostelgeschichte 1, 3 - 9 ).
4. Die Behauptung: Paulus habe den Sonntag geheiligt
An einem Sonntag trafen sich die Jünger, um das Brot zu brechen und sich mit
Paulus zu unterreden ( Apostelgeschichte 20, 7 ). Die Zeit des Brotbrechens
wird in der Bibel immer kurz vor oder zur Abend- oder Nachtzeit beschrieben.
( Matthäus 14, 15 +19 / 26, 17 +20 +26 / 1.Korinther 11, 23 - 24 / Lukas 24,
29 - 30 / Apostelgeschichte 27, 33 +35 +39 ) Es war damals sogar üblich an
verschiedenen Tagen der Woche das Brot zu brechen, mitunter sogar jeden
Abend ( Apostelgeschichte 2, 46 ). Wie wir bereits gelernt haben, begann in
der Mitte des Abends schon der neue Tag. Die Feier hat zwar am Sonntag
begonnen, fand aber hauptsächlich an dem dann beginnenden Montag statt.
Paulus hatte mit der Gemeinde eine Unterredung, keine gottesdientsliche
Feier. Unterredungen und private Gespräche waren nämlich an heiligen Tagen
untersagt. ( Jesaja 58, 13 im Grundtext wörtl.:"keine eigenen Worte reden" )
5. Der Sonntag durch Kollektensammlung ausgezeichnet
"An jedem ersten Wochentag lege jeder unter euch etwas beiseite und
sammle ... damit nicht erst dann die Sammlungen durchgeführt werden
müssen, wenn ich komme." ( 1.Korinther 16, 1 - 2 )
1. Jeder sollte beiseite legen - also bei sich zu Hause.
2. Jeder sollte sammeln - nicht nur auf einen Tag beschränkt.
3. Wenn Paulus käme wäre dann schon alles zusammengetragen.
Es ging Paulus offensichtlich um eine Zeitersparnis und um die Vermeidung
fehlenden Geldes am letzten Tag - Langzeitsparen ergibt einfach mehr !
6. Der Sonntag sei durch die Offenbarung Christi geehrt worden
In Offenbarung 1 Vers 10 lesen wir: "Ich war im Geist am Tag des Herrn."
Johannes erhält hier die Endzeitvision "Die Offenbarung" ( Offenbarung 1, 1 )
In der Bibel gibt es zwei Ereignisse, welche "Tag des Herrn" genannt werden.
1. Die Zeit des Gerichtes Gottes am Ende der Weltzeit. ( Jesaja 13, 6 - 9 /
Hesekiel 13, 4 - 5 / 30, 2 - 3 /Joel 2, 1 - 2 +11 / Amos 5, 18 - 20 / Zephanja
1, 14 - 16 / Maleachi 3, 22 - 23 / 1.Korinther 5, 4 - 5 / 2.Petrus 3, 10 )
Es handelt sich hierbei nicht um einen 24-Stunden-Tag, sondern um eine
Zeitspanne vom Tag an, da Gottes Gnade mit der Menschheit zu Ende geht,
( Offenbarung 15, 1 / 22, 10 - 11 ) bis zur endgültigen Vernichtung dessen,
was Böse ist, nach den 1000 Jahren ( Offenbarung 20, 7 - 9 ). Da diese Dinge,
einschließlich der Wiederkunft Christi, noch in der Zukunft liegen, kann
Johannes die Vision der Offenbarung dort nicht erhalten haben.
2. Der 7.Tags-Sabbat, welcher der 7.Tag der Woche ist. ( Jesaja 58, 13 /
2.Mose 16, 22 - 26 / 20, 8 - 10 / 3.Mose 23, 3 / 5.Mose 5, 12 - 14 )
Gott selbst hatte diesen Tag eingesetzt, es ist sein Tag, sein Eigentum
( 1.Mose 2, 2 - 3 ) und er ist sein Bundeszeichen mit den treuen Menschen
( Hesekiel 20, 12 ). Schlußfolgerung: Johannes erhielt Einblick in die letzten
Ereignisse dieser Erde genau an einem 7.Tags-Sabbat, nicht am Sonntag.

Die Kirche ändert den Sabbattag
"Jedermann weiss, dass der Sonntag der erste Wochentag ist, wohingegen der Samstag,
der siebente Tag und der Sabbat der von Gott als Ruhetag eingesetzte Tag ist. Welches Recht haben die protestantischen Kirchen,
den Sonntag zu heiligen? Nicht das geringste! Es war die katholische Kirche, welche den Ruhetag vom Sonnabend, Sabbat,
auf den Sonntag verlegte. Und sie zwang nicht allein jedermann, den Sonntag zu beobachten, sondern auf dem Konzil zu Laodicea
sprach sie den Bannfluch über alle diejenigen aus, welche an der Beobachtung des Sabbats des Herrn festhielten, und nötigte alle,
unter Strafe des Verfluchtwerdens, am siebenten Tage alltägliche Arbeit zu verrichten. Welcher Kirche erweist die ganze zivilisierte
Welt Gehorsam? Die Protestanten nennen uns bei allen möglichen Namen, die sich nur denken lassen - Widerchrist, das scharlachfarbene
Tier, Babylon, usw. Gleichzeitig bekennen sie auch grosse Ehrfurcht vor der Bibel zu haben, und dennoch anerkennen sie durch die feierliche
Beobachtung des Sonntags die Macht der katholischen Kirche. Die Bibel sagt: "Gedenke des Sabbats, dass du ihn heiligst!"
aber die katholische Kirche sagt: "Nein, halte den 1. Tag der Woche heilig!" und die ganze Welt zollt ihr Gehorsam."
(Jesuitenpater Enright - USA 15.12. 1889 in einer Predigt)
"Hat doch die Kirche die Feier vom Sabbat umgelegt auf den Sonntag aus ihrer Gewalt,
ohne Schrift. Der Sabbat ist mannigfaltig geboten worden in der Schrift. Nun ist weder im Evangelio noch in Paulo noch in der ganzen Bibel,
daß der Sabbat aufgehoben sei und der Sonntag eingesetzt, darum ist es geschehen von Einsetzung der apostolischen Kirche ohne Schrift.
Hat nun die Kirche Macht gehabt, den Sabbat, der in der Schrift ist, umzulegen und zu bieten den Sonntag zu feiern,
warum sollte sie nicht die Macht haben in anderen Tagen auch ... "Tu es nicht und fall von der Kirche an die bloße Schrift,
so mußt du den Sabbat halten ... der von Anbeginn der Welt ist gehalten worden".
(Dr. Eck im Gespräch mit Dr. M. Luther in seinem "Enchiridion")
"Die Kirche hat im Namen dessen, der über den Sabbat Herr ist, und kraft ihrer Vollmacht,
zu binden und zu lösen, den Sabbat des Alten Bundes, den letzten Tag der Woche, als Tag des Herrn aufgelöst und an die Stelle des Sabbats
den ersten Tag der Woche, den Sonntag, den Auferstehungstag Christi von den Toten, festgelegt."
(Kardinal Faulhaber, "Katholische Kirchenzeitung" München, 26.2.1950)
"Man nehme z. B. nur die Beobachtung des Sonntags mit dem Besuch des Gottesdienstes und
dem Enthalten von unnötiger Arbeit, etwas, worauf die Protestanten lange Jahre großen Wert gelegt haben. Ich möchte mich hier ganz
freundschaftlich an meine protestantischen Leser wenden: Du glaubst, dass die Bibel allein ein sicherer Führer in religiösen Dingen ist?
Du glaubst auch, dass eine der fundamentalen Pflichten, die dein christlicher Glaube dir auferlegt, die Sonntagsheiligung ist? Doch wo
spricht die Bibel von solch einer Verpflichtung? Ich habe die Bibel vom ersten Vers der Genesis bis zum letzten der Offenbarung gelesen
und habe keinen Hinweis auf die Pflicht der Sonntagsheiligung gefunden.
Der Tag, den die Bibel im AT erwähnt, ist nicht der Sonntag, der erste Tag der Woche, sondern der Samstag, der letzte Wochentag. ...
Wenn man wie du den Sonntag hält, gibt man da nicht ganz offensichtlich die Unzulänglichkeit der Bibel als alleinige Richtschnur
für Glaube und religiöse Übung zu und bekundet die Notwendigkeit einer von Gott gesetzten Lehrautorität, die du theoretisch verneinst?"
(Pater John A.O'Brien, "Der Glaube der Millionen", S. 195, P. Pattloch, Aschaffenburg, 1951)
Auszug aus der Enzyklika "Dies Domini" von Papst Joh. Paul II vom 31.Mai 1998
64. "Jahrhunderte lang erlebten die Christen den Sonntag nur als Tag des Kultes, ohne damit auch die besondere Bedeutung der
Sabbatruhe verbinden zu können. Erst im 4. Jahrhundert anerkannte die staatliche Gesetzgebung des Römischen Reiches den Wochenrhythmus
an und verfügte, daß am "Tag der Sonne," die Richter, die Bevölkerung der Städte und die verschiedenen Handwerkszünfte die Arbeit
ruhen lassen konnten. (107)
(Erlaß Konstantins vom 3. Juli 321: Codex Theodosianus II, tit. 8, 1, hrsg. Th. Mommsen, 12, 87;
Codex Iustiniani, lib. 3, 12, 2, hrsg. P. Krueger, II, 248.)
"Die katholische Kirche hat vor mehr als tausend Jahren, vor dem Dasein eines Protestanten,
kraft ihrer Mission den Sonntag eingeführt. Die protestantische Welt fand, als sie ins Dasein kam, den Sonntag nur zu fest eingebürgert,
um gegen ihn anzukämpfen. Sie war daher genötigt, sich ruhig in die katholischen Anordnungen zu fügen. Dadurch hat sie das Recht
der Kirche zur Änderung des Tages zugestanden. Der Sonntag ist deshalb bis auf diesen Tag der anerkannte Sprößling der katholischen Kirche."
(Kardinal Gibbon in seinem Buch "The Faith of our Fathers")

Das schleichende Sonntagsgesetz
Es gab in der Geschichte dieser Menschheit einmal eine Zeit, in der per Gesetz und unter
Todesandrohung, die gesamte Bevölkerung dazu gezwungen wurde, am Sonntag in die Kirche zu gehen und anzubeten. Jeder, der sich dieser
Anordnung, welche mittels staatlicher und militärischer Macht durchgesetzt wurde, widersetzte, fand für sich keinen ruhigen Ort mehr.
Brutalste Verfolgung und Martyrium waren die Folge, erst recht wenn derjenige den biblischen 7.Tags-Sabbat verteidigte. Es war nicht
nur die Zeit des finsteren Mittelalters, sondern ein an Brutalität wachsender Prozess von 1260 Jahren, genau so wie ihn die Bibel
vorausgesagt hatte ( Daniel 7, 25 / 12, 7 / Offenbarung 11, 2 - 3 / 12, 6 +14 / 13, 5 ). Es war die Zeit der päpstlichen Vorherrschaft
und der Macht eines Sonntagsgesetzes. Sie begann schon weit vorher damit, dass man sich an zusätzliche Sonntagsgottesdienste gewöhnte.
Als es dann zur allgemeinen Gewohnheit geworden war, legte man im Jahre 321 ein erstes zaghaftes, noch nicht sehr umfangreiches und nur
wenige Gesellschaftsschichten betreffendes, Sonntagsheiligungsgesetz fest. So steigerte man die Einschränkungen der Menschen weiter,
indem man bis zum Jahre 538 ein komplettes Gesetz verabschiedete, welches jeden Bürger zwang, in die Kirche zu gehen und anzubeten.
Dieser Zwang regierte unmenschlich bis zur französischen Revolution und wurde dann im Jahre 1798 entmachtet - genau 1260 Jahre.
Warum ist es so wichtig, diese verstaubte Geschichte zu betrachten? Ganz einfach: Die Bibel sagt uns, dass es so eine Zeit wieder geben
wird, und zwar in der Endzeit dieser Welt ab 1844 ( siehe Thema "Die Zukunft unserer Welt" ). Der Sonntag wird wieder zur
Macht kommen ( Offenbarung 13, 15 - 16 ), allerdings diesmal weltweit und alle Nationen werden sich unter das letzte weltverführerische
Machtsystem beugen müssen. Eine "Weltpolizei" wird jeden Menschen zwingen, ein einziges Weltoberhaupt anzuerkennen. Obwohl dieses
seinen Sitz im kleinsten Land der Erde hat, ist es doch überall auf der Welt machtvoll vertreten. Auf dem vermeindlichen Höhepunkt
seiner Regierung, wird ihn der Schöpfer selbst vernichten und bestrafen ( Daniel 2, 44 - 45 / 7, 25 - 26 ). Gott wird sein ewiges
Friedensreich aufrichten und den ihm treugebliebenen gläubigen Menschen geben ( Daniel 7, 27 / Offenbarung 21, 1 - 5 ). Betrachten
wir also die Geschichte, um für die Gegenwart und Zukunft zu lernen und nicht der Verführung zum Opfer zu fallen, denn sie kommt unter
dem Deckmantel der scheinbar liebevollen Christlichkeit. Allein Gottes Wort ist die Wahrheit und das Leben.

Die wichtigsten Auszüge der einzelnen
Sonntagsgesetze
Konstantins Sonntagsgesetz vom 7.März 321
"Alle Richter und Einwohner der Städte sowie die Arbeit aller
Handwerke sollen am ehrwürdigen Tag der Sonne ruhen;
aber diejenigen die auf dem Lande wohnen, sollen frei und
vom Gesetz unangefochten sich der Bebauung des Bodens
widmen, weil es oft vorkommt, dass sich kein anderer Tag
wie dieser so gut zum Säen des Getreides und zum Pflanzen
von Weinreben eignet, damit nicht durch Vernachlässigung der
gelegensten Zeit die Menschen den vom Himmel bescherten
Segen verlieren."
(Corpus Juris Civilis Cod., lib. 3, tit. 12, 3.)
Konstantins Sonntagsgesetz kurz nach dem Jahr 337
"Und er (sc. Konstantin) setzt fest, dass als der für die Gebete
angemessene Tag der in Wahrheit ehrfurchtgebietende und
tatsächlich erste Tag, der Herrn- und Erlösungstag, zu gelten
habe."
(Eusebius Caesareensis, Vita Constantini IV, 18-20)
Kaiserliches Gesetz im Jahr 386
"Durch ein im Jahr 386 erlassenes Gesetz wurden die von Konstantin
bewirkten älteren Veränderungen kräftiger durchgeführt,
und im allgemeinen wurden bürgerliche Geschäfte jeder Art
am Sonntag aufs strengste verboten."
(Neanders Kirchengeschichte, Band 2.)
Weiteres Gesetz auf Betreiben der Kirchenbischöfe
unter Theodosius dem Jüngern im Jahre 425
"Im Jahre 425 wurden am Sonntage und an den Hauptfesttagen
der Christen die Schaustellungen verboten, damit die Andacht
der Getreuen frei von aller Störung sei."
(Ebenda)
Konzil von Orléans im Jahre 538
"Weil das Volk überzeugt ist, man dürfe am Herrentag weder mit
Pferden, noch mit Ochsen und Karren ausfahren, nichts zum Essen
zubereiten, und nichts machen, was zur Verschönerung von Haus
oder Mensch beiträgt – alles Dinge, welche anerkanntermaßen mehr
zur jüdischen denn zur christlichen Observanz gehören -, bestimmen
wir, dass am Herrntag alles, was vorher gestattet war, (auch jetzt)
erlaubt ist. Wir halten allerdings dafür, dass man die Landarbeit
unterlassen soll, nämlich das pflügen, (das Arbeiten im) Weinberg,
das Schneiden, Ernten, Worfeln, das Urbarmachen, (das Aufrichten)
eines Zaunes, damit man leichter zur Kirche kommen und sich der
Gnade des Gebets widmen kann. Wird jemand bei der Ausübung der
genannten Arbeiten angetroffen, die verboten sind, so ist er zu
bestrafen; es liegt aber nicht im Ermessen des Laien, sondern bei der
priesterlichen Strafgewalt (zu entscheiden), auf welche Weise er
gebessert werden soll."
(Konzil von Orléans, Kanon 31 (28))
Kurzübersicht der Gesetzesentwicklung
321 Sonntagsheiligung für Stadtbewohner und Handwerker
386 Bürgerliche Geschäfte jeder Art verboten
425 Jegliche Schaustellung verboten (der damalige Nachrichtendienst)
538 Landarbeit verboten -
nun waren alle Gesellschaftsschichten betroffen
------------------ so blieb es dann 1260 Jahre lang
------------------
572 Knechtische Arbeit verboten und zum Kirchbesuch aufgerufen
585 Harte Strafen für alle, die der Kirche fern bleiben
800 Hausarbeit und Wäschewaschen verboten
1610 Todesstrafe für Sonntagsgesetzübertreter
1676 Es wird mit Nachdruck zur Sonntagsheiligung gezwungen
1798 Die französische Revolution bricht die Kirchen- und Sonntagsgewalt
---------- Ende der Allmacht des Sonntags und der Kirche
----------
Martin von Braga im Jahre 572 / 574
"Geht zum Gebet in die Kirche oder zu den Stätten der Heiligen.
Verachtet nicht den Herrentag –so genannt, weil der Sohn Gottes,
unser Herr Jesus Christus, an ihm von den Toten auferstanden ist -,
sondern haltet (ihn) ehrfurchtsvoll heilig. Knechtliche Arbeit, das
heißt (Arbeit) auf dem Feld, auf der Wiese, im Weinberg, oder
sonstwie schwere (Arbeiten), sollt ihr am Herrntag keine verrichten;
ausgenommen (ist) nur, was zur Erlabung des armseligen Körpers
notwendig gehört, …"
(Martinus Bracarensis, De correctione rusticorum 18)
Konzil von Mácon im Jahre 585
"Wir sehen nämlich das Christenvolk in unbesonnener Weise den
Herrntag verächtlich behandeln und wie an den gewöhnlichen Tagen
sich ununterbrochener Arbeit hingeben. Darum verordnen wir durch
diesen Synodalbrief, dass jeder von uns in den heiligen Kirchen das
ihm untergebene Volk ermahne; wenn es der Ermahnung zustimmt,
wird es selber den Nutzen davon haben, wenn nicht, wird es den von
uns Kraft göttlicher Vollmacht festgesetzten Strafen verfallen. …
Haltet den Herrntag, der uns wiedergeboren und von allen Sünden
befreit hat. …
Eure Augen und Hände seien jenen ganzen Tag über zu Gott erhoben.
Dieser ist ja der ewige Ruhetag; er ist uns ja im Schattenbild des
siebenten Tags durch Gesetz und Propheten angedeutet.
Sollte daher einer unter euch diese heilsame Ermahnung
zu wenig beachten oder gar verächtlich behandeln, so wisse er, dass er je nach
Art seines Standes zuerst von Gott bestraft wird und dann auch
unbarmherzig dem priesterlichen Zorn anheimfällt: Ist‘s ein
Fürsprech, so verliert er unwiederruflich den Prozess; ist‘s ein Bauer
oder Knecht, so wird er tüchtig verprügelt; ist‘s ein Kleriker oder
Mönch, so wird er für sechs Monate vom Umgang mit den Brüdern
ausgeschlossen. Das alles macht uns nämlich Gott geneigt und
vertreibt Landplagen wie Epidemien und Hungersnot"
(Concilium Matisconense II, Can. 1)
Karl der Große im Jahre 800
"Wir verordnen auch gemäß dem, was im Gesetz Gottes geboten ist,
dass kein Mensch am Tage des Herrn irgendwelche knechtliche Arbeit
verrichte: … dass die Frauen nicht flicken, nähen, Wolle pflücken,
Hanf klopfen, öffentlich Leinwand waschen oder Schafe scheren,
sondern dass sie alle zur Kirche kommen, um den Herrn ihren Gott,
anzubeten."
(„Sabbath for Man“ von Crafts, S. 556.)
Das erste Sonntagsgesetz Amerikas im Jahre 1610 in Virginia erlassen
"Am Sabbattage sollen sich jeder Mann und jede Frau am Morgen
in den Gottesdienst und die Predigten und am Nachmittag in den
Gottesdienst und den Katechismusunterricht begeben.
Solche die dieses Gebot missachten, sollen bei ihrer ersten
Übertretung ihren Proviant und ihren Lohn für die folgende Woche
verlieren; und für die dritte den Tod erleiden."
(„Articles, Laws, and Orders, Divine, Politique, and Material, for the
Colony in Virginia: fierst established by Sir Thomas Gates, Knight,
Lieutenant-General, the 24th of May 1610.“)
Karl der II. im Jahre 1676
"Zur besseren Beobachtung und Heilighaltung des Tages des Herrn,
gewöhnlich Sonntag genannt, sei es beschlossen, … dass alle
erlassenen und in Kraft getretenen Gesetze zur Feier des Tages
und zum Besuch der Kirchen an demselben sorgfältig zur
Durchführung gelangen, und das eine jede Person am Tage des
Herrn sich der Feier desselben hingibt, in dem sie an demselben
den Pflichten der Frömmigkeit und der wahren Religion, öffentlich
wie privat, obliegt."
(“A Critical History of Sunday Legislation“, von A.H.Lewis, S.108. 109.)
Gottes Wort sagt in 5.Mose 5, 32 - 33
"So gebt nun acht, dass ihr tut, wie der HERR, euer Gott, euch geboten hat; und weicht nicht ab davon,
weder zur Rechten noch zur Linken, sondern wandelt in allen Wegen, die euch der HERR, euer Gott,
geboten hat, damit ihr lebt und es euch gut geht und ihr lange bleibt in dem Land, das ihr besitzen werdet!"

Das Sonntagsgesetz der Endzeit
In der Bibel, dem Wort Gottes, lesen wir, dass in der letzten Zeit dieser Weltgeschichte
eine große Drangsal über die Menschheit hereinbrechen wird ( Matthäus 24, 3 +21 ). In diesem 24. Kapitel werden uns viele Warnzeichen
unseres letzten Geschichtsabschnittes offenbart. Es wird gleichzeitig auf der Welt Hungersnöte, Erdbeben und Kriege in einem Ausmaß geben,
wie es die Menschen noch nie erlebt haben. Die Leute werden sich gegenseitig hassen und verraten - Misstrauen und Gesetzlosigkeit werden
regieren. Es wird auf dem Höhepunkt eine gewaltige menschenverachtende Gewaltherrschaft, gepaart mit einer erzwungenen Einheitsreligion,
unter einem Weltoberhaupt geben. In der Offenbarung Kapitel 13 Verse 16 - 17 wird uns berichtet, dass diese weltverführerische Macht einen
Zwangsanbetungstag unter Todesandrohung fordern wird, und zwar für alle Bevölkerungsschichten ohne eine Ausnahme. Von der persönlichen
Freiheit des Einzelnen aus gesehen wird es schlimmer werden als im tiefsten Mittelalter.
Aber es gibt einen Ausweg aus dieser Zwangsherrschaft. Da es um den "alten" Kampf zwischen Satan und Gott geht ( Offenbarung 12, 7 - 9 )
und der Teufel bereits ein besiegter ist, haben wir die Möglichkeit unser Leben Gott anzuvertrauen und seinen Lebensregeln ( Geboten )
gegenüber treu zu sein. Der Herr gibt uns die Kraft der Verführung zu wiederstehen und als Lohn ein ewiges Leben geschenkt zu bekommen
( Offenbarung 15, 2 - 3 / 20, 4 ). Wer sich dieser wiedergöttlichen Anbetungsforderung beugt, und sei es auch nur zum Schein, wird
mit dem letzten weltverführerischen System untergehen ( Offenbarung 14, 9 - 10 ). Soweit der biblische Bericht.
Was ist dieses Zeichen des Tieres ?
Das Zeichen, dem sich alle Menschen in der letzten Weltzeit unterwerfen müssen, lässt sich leicht in der Bibel erkennen.
Da es sich um das Zeichen des Gegners Gottes handelt, sollten wir zunächst nach dem Zeichen Gottes suchen. Die Bibel
gibt uns nur ein einziges ewiges Bundeszeichen, den 7. Tag der Woche - den Sabbat ( 1.Mose 2, 3 / 2.Mose 31, 16 - 17 / Hesekiel 20, 12 ).
Selbst Jesus hat diesen Bundestag nie abgeschafft ( Matthäus 5, 17 - 18 ). Er wird sogar auf der neuen Erde gefeiert
( Jesaja 66, 23 ). Somit wird das gesuchte Zeichen ein falscher Anbetungstag sein, eine erzwungene Sonntagsheiligung,
die weltweit für alle Religionen und sogar Atheisten gelten wird. Dieses Sonntagsgesetz wird in Kürze in Kraft treten. Gleichzeitig
damit tobt dann eine grausame Verfolgung gegen alle, die Gottes Gebote befolgen wollen ( 2.Petrus 3, 3 - 4 +11 - 13 ).
Bedenken wir nicht zu letzt: Es wird genau so sein wie in den 1260 Jahren der vergangenen
Sonntagsherrschaft. Sabbat und Sonntag werden lange Zeit nebeneinander bestehen und das Ruhegebot des biblischen Sabbats langsam auf den
Sonntag übertragen werden - soweit sind wir bereits weltweit. Wenn die Menschen sich dann an die Sonntagsheiligung gewöhnt haben,
wird diese per Gesetzt, und mit staatlicher Gewalt durchgesetzt werden!
Gottes Wort sagt in 1.Korinther 10, 11 - 12
"Alle diese Dinge aber, die jenen widerfuhren, sind Vorbilder, und sie wurden zur Warnung für uns aufgeschrieben, auf die das Ende
der Weltzeiten gekommen ist. Darum, wer meint, er stehe, der sehe zu, daß er nicht falle!"

Die 10 Gebote im Neuen Testament
Wenn wir einen Hinweis im Neuen Testament der Bibel finden würden, der uns deutlich zur
Einhaltung der im Alten Testament angeführten Gebote Gottes aufruft, dann gäbe es keinen Grund mehr über Sabbat oder Sonntag zu
streiten.
Gehen wir also auf die Suche.
Lukas 18, 18 - 21
"Und es fragte ihn ein Oberster und sprach: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben? Da sprach Jesus zu ihm:
Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein! Du kennst die Gebote:
"Du sollst nicht ehebrechen! Du sollst nicht töten! Du sollst nicht stehlen! Du sollst nicht falsches Zeugnis reden!
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren!" Er aber sprach: Das alles habe ich gehalten von meiner Jugend an."
Jesus redet hier von den Geboten Gottes und erwähnt aber nur das 5. bis 9. Gebot, also nur 5 von 10 Geboten.
Sind desshalb die anderen abgeschafft? Niemand würde auf diesen Gedanken kommen! Es werden offensichtlich nur 5 stellvertretende Gebote,
sozusagen symbolisch, von ihm genannt, um die Gedanken in die richtige Richtung zu lenken für das nachfolgende Gespräch.
Johannes 14, 15
"Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote!"
Johannes 15, 10
"Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, gleichwie ich die Gebote meines Vaters
gehalten habe und in seiner Liebe geblieben bin."
Römer 13, 9
"Denn die [Gebote]: "Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen,
du sollst nicht begehren" - und welches andere Gebot es noch gibt -, werden zusammengefasst in diesem Wort,
nämlich: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!"
1.Johannes 2, 3 - 4
"Und daran erkennen wir, daß wir ihn erkannt haben, wenn wir seine Gebote halten.
Wer sagt: "Ich habe ihn erkannt", und hält doch seine Gebote nicht, der ist ein Lügner,
und in einem solchen ist die Wahrheit nicht;"
1.Johannes 5, 3
"Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer."
Offenbarung 14, 12
"Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen, hier sind die, welche die Gebote Gottes
und den Glauben an Jesus bewahren!"
Offenbarung 22,14
"Glückselig sind, die seine Gebote tun, damit sie Anrecht haben an dem Baum des Lebens
und durch die Tore in die Stadt eingehen können."
Spricht das Neue Testament wirklich ausnahmslos vom Halten aller Gebote Gottes?
Jakobus 2, 10
"Denn wer das ganze Gesetz hält, sich aber in {einem} verfehlt, der ist in allem schuldig geworden."
Matthäus 5, 17
"Ihr sollt nicht meinen, daß ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen,
sondern um zu erfüllen! Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht {ein} Buchstabe
noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist."
Brauchen wir noch weitere Beweise für die unveränderte Gesamtheit des Gesetzes Gottes ? Wenn ja, dann schlagen wir
die Bibel auf und lesen darin, denn sie ist voll von klaren Hinweisen ! Selbst der Apostel Paulus schreibt in seinem Römerbrief nichts anderes,
wenn man sich die Ruhe nimmt genau zu studieren, wird man es herausfinden.
Gottes Wort sagt in Offenbarung 22, 18 - 19
"Fürwahr, ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt,
so wird Gott ihm die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht; und wenn jemand etwas wegnimmt
von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird Gott wegnehmen seinen Teil vom Buch des Lebens und von
der heiligen Stadt, und von den Dingen, die in diesem Buch geschrieben stehen."
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